Ich bin Mutter – nicht beste Freundin

Immer wieder höre ich von vor allem Mädchen Müttern (nicht unbedingt jüngere) das sie die beste Freundin ihrer Tochter sein wollen. Lange dachte ich darüber nach, fragte aber auch nicht weiter nach, vielleicht ist es ein sehnsüchtiger Wunsch einer solchen Mutter, eine beste Freundin zu haben, mit der sie alles teilen kann, intimes, Tratsch und Klatsch auf Party gehen..usw.. so meine Gedanke darüber.

Als ich im Frühjahr 2019 wieder während einer Unterhaltung, einer Mutter verfolgt, die gerne die beste Freundin ihrer 16 jährigen Tochter sein möchte… hinterfragte ich es erst einmal gedanklich, möchte ich das, was bedeutet das für mich und vor allem für mein Kind? Ich kam in diesem Moment zu meiner Antwort, NEIN möchte ich nicht!

Es geht nur eins: Mutter oder bester Freundin

… letzteres ist ungesund und schwächt die Position der Mutter als wichtigen Orientierungspunkt und Konstante für das heranreifende Kind. Einen guten Artikel habe ich bei Wunderweib.de gelesen, dort heißt es:

Mutter oder Freundin – was ist der Unterschied?

Die Frage ist dabei berechtigt, wie ein gutes Verhältnis zum Kind von einem zu freundschaftlichen Verhalten zu unterscheiden ist. Manchmal verwischen die Grenzen vielleicht etwas. Aber eigentlich sind die Aufgaben von Müttern klar zu umreißen. Wenn es gut läuft sorgen sie für das körperliche und seelische Wohlergehen des Nachwuchses und helfen den Kindern, sich in der Welt zurecht zu finden. Damit das gelingt, setzen sie notwenige Grenzen – zu deren Sicherheit und Orientierung – und führen ihr Kind an die Pflichten und schönen Dinge des Lebens heran. Sie unterstützen ihre Kinder in ihrer Entwicklung durch Kindheit und Jugend bis ins junge Erwachsenenalter hinein – auch finanziell. Bestenfalls sollte sich eine Eigenständigkeit des Kindes daraus entwickeln, die in seine Unabhängigkeit von den Eltern mündet.  Mit der eigenen Mutter kann man sich heftig streiten und ihr einiges zumuten, weil man weiß: Sie wird einem verzeihen, weil die Liebe zu ihrer Tochter viel aushält. All das tun Mütter und all das machen sie mit. Aber das ist nichts für Freundinnen.

Genau so sehe ich es auch und es fühlt sich einfach Falsch an „Freundin“ zu sein, ich bin Begleiterin meines Kindes, für immer – bis sie sicher auf eigenen Beinen stehen kann und durchs Leben laufen kann – bis ich mal nicht mehr bin!

Es ist wichtig, dass eine Tochter lernt, ihre Probleme selbst zu lösen und so unabhängiger zu werden. Sie muss wissen, dass ihre Mutter immer für sie da sein wird, um sie zu unterstützen und ihr Ratschläge zu geben, wie es eben nur eine Mutter kann. Eine Tochter sollte auch verstehen, dass es in ihrem Leben Aspekte gibt, die sie für sich behalten sollte. Sie sollte das Vertrauensverhältnis nicht überstrapazieren, weil jeder seine eigene Geschichte und seinen eigenen Weg zu gehen hat.

Eine Tochter sollte verstehen, besonders wenn sie noch minderjährig ist, dass es Entscheidungen über ihr Leben gibt, die ihre Mutter treffen muss. Denken wir nun einmal an die aufkommende Wut, würden diese Entscheidungen von einer Freundin gefällt werden. Was man einer Mutter verzeiht, kann man einer Freundin nicht immer verzeihen. Von Gedankenwelt

Wie Ihr sehr, ich brauchte da nun gar nicht viel zu schreiben, dass Thema spaltet und es gibt grute Gründe nicht Freundin des eigenen Kindes zu sein! Sie soll selbst tolle Freundschaften knüpfen vllt halten sie ein Leben lang vllt auch nur ein paar Monate oder Jahre. Aber jeder Freund wird sie bereichern, all das kann ich ihr nicht mitgeben, jedoch weiß ich selbst wo ich meine Mama finde, die nicht meine beste Freundin ist und ich mich auch heute noch auf Mutters Rat verlassen kann, auch wenn er mir manchmal nicht passt 😂.

Wie seht Ihr das Thema, Mama oder doch beste Freundin, lasst es mich wissen!